Offener Brief an die GWUP

Wer Inklusion predigt, sollte ein Mindestmaß an Kompetenzen im sozialen Miteinander aufweisen. Was macht ihr stattdessen? Bei jedem Thema, das sich auf die Relevanz der Emotionen bezieht, betont ihr, Gefühle seien in der gesamten Wissenschaft irreal, bedeutungslos und/oder verfälschend. Es käme – so eure Devise – einzig nur auf rationale Fakten an, denn nur diese seien belegbar. Um das zu unterstreichen, säbelt ihr im Gleichklang mit TERFs (Trans Exclusionary Radical Feminists) über marginalisierte Gruppen drüber, als ginge es darum, sie unter Zwang einer Gefühls-Kastration zu unterziehen, damit diese „Fühlis“, wie man sie abwertend zu bezeichnen pflegt, endlich wieder wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind!

Till R. Amelung & die Satanic Panic

Als ich den Grund erfuhr, warum Amelung auf der Skepkon 2024 als Vortragender nicht zugelassen wurde, begann ich sogleich mit den Recherchen und staunte nicht schlecht: Er supportet auf Twitter vor allem eine Person, die bekannt dafür ist, nicht nur die satanische, sondern auch die moralische Panik zu verbreiten, inklusive der Mind Control-Theorie. Auch bringt sie regelmäßig professionelle und aufklärende Menschen in Verruf, stellt diese aus nicht nachvollziehbaren Gründen zur Rede und bringt sie mit Situationen oder Sachlagen in Verbindung, zumeist durch suggestive Fragen, die völlig absurd erscheinen. Letztendlich – und das macht sie wohl auch ein Stück weit glaubwürdig – versucht sie den Anschein zu erwecken, sie sei eine öffentliche Person bzw. Amtsinhaberin oder aber unterstützend mit Ämtern verbunden.

HPD Artikel über GWUP

Florian Schwarz, dessen Name ein Pseudonym darstellt, äußert sich auf HPD (Humanistischer Pressedienst) gerne zum Thema Woke und auch zum Selbstbestimmungsgesetz. Auch in seinem aktuellen Artikel zur GWUP unter dem Titel ➡️ „Wokeness“ – Ein Freibrief für Critical Studies?schlägt sich Florian Schwarz eindeutig auf eine Seite, was im Folgenden näher beleuchtet werden soll. Hierbei liegt mein Fokus auf den Bereichen, die sich konkret auf die GWUP konzentrieren, und weniger auf einer gesamtthematischen Korrektur.

Zur GWUP-Spaltung

Im Folgenden äußere ich mich noch einmal öffentlich zu dieser Thematik, da ich innerhalb der GWUP noch immer als „Kronzeugin“ wahrgenommen werde (was ich im Oktober per Twitter-PN erfahren habe). Vor allem auf Grund der Reaktionen, die auf Holm Hümmlers Thread folgten, ist mir eine Stellungnahme wichtig. Denn diese zeigen in aller Deutlichkeit die Vernetzungen unterschiedlicher Fraktionen – also dieses „Spinnennetz“, von dem Nora und ich oftmals sprachen und in dem auch ich einst gefangen schien. Zudem weiß ich, dass ich dieses Thema erst dann wirklich zur Seite legen kann, wenn ich all die Erkenntnisse der letzten Monate offenlege – auch wenn mich das vielleicht in ein sehr fragiles Licht rückt.