Eine Stinkesocke?

Ich erwarte tatsächlich von einer Gruppe, die sich fĂĽr behinderte Menschen einsetzt, dass es fĂĽr sie eine Prinzipienangelegenheit ist, diesen Begriff „Stinkesocke“ nicht zu benutzen und auch nicht zu fördern, denn es sind gerade Menschen mit Behinderungen gewesen, die nach dem Fall #JuleStinkesocke Angst bekamen, dass man ihnen nicht mehr glaubt. Mich hätte diese Unterstellung sicherlich auch tief im Inneren getroffen, wenn ich nicht ein „Ass im Ă„rmel“ gehabt hätte.

GWUP Wahlkampf-Ergebnis

Vor kurzem haben wir geschrieben, dass das hier der schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten ist. Es ist in diesem Wahlkampf nicht darum gegangen, die eigenen Leistungen hervorzuheben, sondern den anderen so effektiv wie möglich zu verunglimpfen. Dies hat das Team Sebastiani gut hinbekommen und wäre ich nicht so involviert gewesen, wĂĽrde ich sogar meine Bewunderung fĂĽr diese strategischen Machenschaften zum Ausdruck bringen. Ich habe schon immer ein gewisses Interesse fĂĽr das „Böse“ auf dieser Welt gehabt, um es pointiert zu formulieren.

Grooming-Verschwörungstheorie & Religious Right

Aktuelle Anfeindungen und Moralpanikphänomene gegen trans Personen können nicht unabhängig vom Einfluss der religiösen Rechten (Religious Right) in den USA betrachtet werden. Unter dem Dachbegriff des christlichen Fundamentalismus lassen sich unterschiedliche Strömungen zusammenfassen, die auf Basis der Bibel als absoluter Wahrheit agieren – im privaten und öffentlichen Leben. Der Kampf gegen angeblichen „Sittenverfall“ und der „Schutz moralischer Werte“ stehen im Zentrum des kontinuierlichen Aufstiegs der Religiösen Rechte ab den 1970er Jahren, die gezielt nach gesellschaftlicher und politischer Macht streben.

Moralische Panik – ein kurzer Überblick

Moralische Panikphänomene sind jedoch weitaus älter und gehen bereits Jahrhunderte zurück. Ein oft zitiertes Beispiel für eine Moralpanik sind die Salemer Hexenprozesse im Jahr 1692 in Massachusetts, wo einige Frauen, die ohnehin bereits am Rande der Gesellschaft standen, als Hexen angeklagt und getötet wurden. Diese Panik, die sich als Massenhysterie verbreitete, stärkte in Folge die damalige puritanische religiöse Führung, da Hexerei als essenzielle Bedrohung christlicher Werte angesehen wurde. Für eine detaillierte Darstellung siehe: Die Hexenprozesse von Salem.

Offener Brief an die GWUP

Wer Inklusion predigt, sollte ein MindestmaĂź an Kompetenzen im sozialen Miteinander aufweisen. Was macht ihr stattdessen? Bei jedem Thema, das sich auf die Relevanz der Emotionen bezieht, betont ihr, GefĂĽhle seien in der gesamten Wissenschaft irreal, bedeutungslos und/oder verfälschend. Es käme – so eure Devise – einzig nur auf rationale Fakten an, denn nur diese seien belegbar. Um das zu unterstreichen, säbelt ihr im Gleichklang mit TERFs (Trans Exclusionary Radical Feminists) über marginalisierte Gruppen drĂĽber, als ginge es darum, sie unter Zwang einer GefĂĽhls-Kastration zu unterziehen, damit diese „FĂĽhlis“, wie man sie abwertend zu bezeichnen pflegt, endlich wieder wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind!

Till R. Amelung & die Satanic Panic

Als ich den Grund erfuhr, warum Amelung auf der Skepkon 2024 als Vortragender nicht zugelassen wurde, begann ich sogleich mit den Recherchen und staunte nicht schlecht: Er supportet auf Twitter vor allem eine Person, die bekannt dafĂĽr ist, nicht nur die satanische, sondern auch die moralische Panik zu verbreiten, inklusive der Mind Control-Theorie. Auch bringt sie regelmäßig professionelle und aufklärende Menschen in Verruf, stellt diese aus nicht nachvollziehbaren GrĂĽnden zur Rede und bringt sie mit Situationen oder Sachlagen in Verbindung, zumeist durch suggestive Fragen, die völlig absurd erscheinen. Letztendlich – und das macht sie wohl auch ein StĂĽck weit glaubwĂĽrdig – versucht sie den Anschein zu erwecken, sie sei eine öffentliche Person bzw. Amtsinhaberin oder aber unterstĂĽtzend mit Ă„mtern verbunden.

HPD Artikel ĂĽber GWUP

Florian Schwarz, dessen Name ein Pseudonym darstellt, äuĂźert sich auf HPD (Humanistischer Pressedienst) gerne zum Thema Woke und auch zum Selbstbestimmungsgesetz. Auch in seinem aktuellen Artikel zur GWUP unter dem Titel ➡️ „Wokeness“ – Ein Freibrief fĂĽr Critical Studies?schlägt sich Florian Schwarz eindeutig auf eine Seite, was im Folgenden näher beleuchtet werden soll. Hierbei liegt mein Fokus auf den Bereichen, die sich konkret auf die GWUP konzentrieren, und weniger auf einer gesamtthematischen Korrektur.

Anorexie, Ansteckungstheorie und trans

Da geht es um ganz persönliche Motive und nicht um einen „Virus“, der gerade einmal unterwegs ist und rundherum grassiert, mit dem man sich also einfach mal so anstecken kann. Der Begriff „soziale Ansteckung“ ist nicht nur – vor allem fĂĽr Laien – irrefĂĽhrend, sondern auch in höchstem MaĂźe verharmlosend. Er bagatellisiert eine Krankheit, bei der 10 bis 15% aller Betroffenen sterben und es fĂĽr viele kein ZurĂĽck in die Normalität mehr gibt, selbst wenn sie es anstreben. Sie verhungern, obwohl sie auf keinen Fall sterben wollen, sondern unbedingt (sich selbst) leben! Und genau hier spanne ich den Bogen zu trans Identitäten:

ROGD & der Vergleich mit Pro Ana

Druck, Angst, Konkurrenzdenken und Belohnungs-Bestrafungs- bis hin zu Bedrohungs-Szenarien (inklusive Schuld- und Scham-Aktivierung) bestimmen in der Pro Ana-Bewegung noch heute die Abläufe. All das ist jedoch weit entfernt von dem, was Anti-Trans-Aktivisten daraus machen. In dem Versuch, trans Personen als krank zu stigmatisieren, begeben sie sich auf den brandheißen Pfad der analytischen Psychologie, wofür die allermeisten keinerlei Ausbildungen und/oder Kenntnisse aufweisen. Und wenn doch, werden diese Kenntnisse entsprechend als Framing eingesetzt.